Grundsätzlich müssen wir feststellen, dass beim Schutzdienst im sportlichen Sinne kein Hund scharf gemacht wird. Der Sporthund wird ausschließlich auf das Beuteobjekt, nämlich den "Schutzdienstarm" fixiert, dabei handelt es sich um eine Attrappe, die im Alltagsgeschehen nicht vorkommt. Im Gegensatz dazu erhält ein Diensthund, beispielsweise der Polizei, eine "Mann-Ausbildung". Die
Masse aller Verhaltensweisen des Hundes lassen sich den vier großen
Motivationen zuordnen, die den klassischen Trieben entsprechen. Nahrungsaufnahme - Fortpflanzung - Angriff - FluchtÜbrigens haben diese Triebe auch für den Menschen Gültigkeit!
Die Verhaltensweisen der Fortpflanzung werden für die Schutzhundausbildung nicht genutzt.
Sicherlich haben Sie mit Ihrem Hund schon einmal Stöckchen oder Ball gespielt und Ihr Tier hatte große Freude daran, hinter diesen Gegenständen herzulaufen, sie einzufangen und anschließend zu apportieren. Die Bewegung (z.B. eines Spielzeugs) weg vom Hund ist der spezifische Reizauslöser für sein Beuteverhalten. Dabei ist es völlig unerheblich, ob es sich bei dem Beuteobjekt um ein Stöcken, ein Ball oder um den so genannten Schutzdienstärmel handelt. Dieses Verhaltensrepertoire des Hundes ist natürlich und vorprogrammiert. Kann der Hund sein Beuteverhalten nicht ausleben, fehlt ihm ein wesentlicher Teil der artgerechten Haltung.
bekommt der Hund nicht immer seine Beute,
das ruft Frustration hervor, auf die er mit aggressivem Verhalten
reagiert.
Eine weitere Anforderung an den Schutzhund stellt der dritte Triebbereich,
das Meideverhalten,
dar. Insgesamt wird bei der Ausbildung zum Schutzhund sehr viel Wert auf den Wechsel zwischen den einzelnen Trieben gelegt.Gehorsam, Nervenstärke und Selbstbeherrschung des Hundes werden in Belastungssituationen immer wieder überprüft.Aus diesen gewonnenen Erkenntnissen resultiert, dass nicht jeder Hund für die Ausbildung zum Schutzhund geeignet ist.Es kommen nur solche Hunde in Frage, die ein normales Sozialverhalten, ein ausgeglichenes Wesen, Nervenstärke und Gehorsam bewiesen haben. Um diese Anforderungen sicher zu stellen ist jeder Schutzhundprüfung eine Begleithundprüfung vorgeschaltet. Die Schutzhundausbildung gliedert sich in die folgenden drei Disziplinen:
Wir bieten Ihnen in unserer Ortsgruppe genau das an.Falls Sie Interesse zur Teilnahme an einer Schutzhundprüfung nach der aktuellen Prüfungsordnung des Vereins für das Deutsche Hundewesen haben, dann setzen Sie sich mit unseren Ansprechpartnern in Verbindung. Für Ihre Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung. Hier finden Sie die komplette SV-Prüfungsordnung des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) gültig ab 01. Januar 2004 (Sie benötigenden dafür Acrobat Reader von
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